Ignoranz und falsche Behauptungen

Opel hat nun mit dem Ampera-e endlich auch ein halbwegs – warten wir mal die finalen Infos ab – alltagstaugliches E-Auto vorgestellt. Spiegel online berichtete darüber

Schon der Artikel glänzt mit gefährlichen Halbwissen und spart natürlich auch nicht mit Spott und Hohn. Auch die Seitenheibe auf die naivdoofen Tesla-Fahrer, die dem Hersteller zu viel nachsehen, kennt man vom Spiegel. Aber liest man sich die mittlerweile sehr zahlreichen Kommentare durch, kann einem Angst und Bange werden. Behauptungen, Ignoranz und Egoismus, wohin das Auge reicht.

Ampera-e auf Spiegel online

Ampera-e auf Spiegel online

Es ist wirklich traurig, wie wenig sich ein Teil der Bevölkerung, mit dem eigenen Verhalten und Anforderungen für seine persönliche Mobilität auseinandersetzt. Es kann doch nicht sein, dass gefühlt 99% der Bevölkerung tägliche Reichweiten von 1.000km benötigt, für das Auffüllen (aka tanken) nicht länger als 5 Minuten warten kann, immer mit Geschwindigkeiten von mehr als 180km/h unterwegs ist und gleichzeitig aber maximal 15.000 Euro für ein Auto (immer wieder gerne gelesen Opel Astra) ausgeben kann/will. Alles andere wird als massiver Einschnitt in die Freiheit betrachtet. Man hat den Eindruck, als ginge es um Waffen in den USA.

Gut, wenn man zu Kernzeiten auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, sieht man sehr viele dunkle Vertreterkombis. Vornehmlich auf der linken Spur mit konstant 180 – 200 km/h. Aber rein statistisch ist das nicht die Mehrheit der Autofahrer. Denn der Durchschnitt fährt gerade mal 40 km am Tag. Selten auf Langstrecke, sondern im Nahbereich. Dieses Bedürfnis nach Mobilität ließe sich auch heute schon problemlos für viele Menschen mit E-Autos lösen. Es gibt natürlich Ausnahmen, Laternenparker in der Stadt, Langstreckenfahrer, Pferdtransporteure etc. unbestritten. Aber einen Grund für derart ausufernde Diskussionen sehe ich ja beim besten Willen nicht.

 

danielm

 

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